Es klingt in unserer heutigen Zeit eher veraltet, von Hierarchie in der Familie zu sprechen. Nach den Erfahrungen der Systemischen Aufstellung gibt es sie jedoch.

Die Hierarchie hat hier mit Rang- und Reihenfolge zu tun.

Das Familienmitglied oder der Elternteil, der das materielle und seelische Überleben sichert, steht an erster Stelle. Das weitere Mitglied an zweiter Stelle; also in der Familie oft der Vater, dann die Mutter. Danach kommen die Kinder der Reihenfolge nach.

Diese klare unsichtbare Ordnung kann dann auch im Wohnalltag seine Entsprechung finden.
Die Familienmitglieder, die Verantwortung tragen, bekommen mehr zugestanden, als jene ohne Verantwortung.

Große unsichtbare Irritationen entstehen, wenn z.B. der Vater viel abwesend ist und der älteste Sohn unbewusst in die Rolle „als Herr im Haus“ schlüpft; die Mutter unbewusst froh ist, dass sie jemanden zur Unterstützung an ihrer Seite hat.

Wenn Eltern häufig dem Kind etwas kaufen oder ermöglichen, dafür aber selbst immer wieder auf eine Neuanschaffung verzichten, wie z.B. ein neues Sofa, dann bekommt das Kind immer wieder aufs Neue vermittelt, dass seine Bedürfnisse wichtiger sind als die der Eltern.

Der, der sich selbst wertschätzt, bekommt Wertschätzung entgegengebracht und mit Hilfe der Aufstellungsarbeit gelingt es, ein Bewußtsein darüber zu erhalten.